Gyermekversek és mesék németül bejegyzései

Mikszáth Kálmán: Jó éjszakát!


Elmult a nap, szürkül a táj,
Aludni gyerekek!
Madár buvik, bogár zizeg,
A béka meg brekeg.

A harmat leszáll s tündöklik
Virágok levelén,
Kigyul a lámpa, egy csillag
Ott fenn az ég ivén.

Egy denevér a falhoz koppan,
Felzug az estharang:
Soká bong a levegőben
Az ünnepélyes hang.

A tyúkok a ketreczbe szállnak,
A köpük csöndesek:
A méhek is szundikálnak
A mézsejtek között.

Eredj hát te is Erzsikém,
Ne várasd a mamát:
Én is megyek, hogy lefektessen...
Pá, pá! Jó éjszakát!

/Forrás:vmek.oszk.hu/

írta: jazsoli5, 2012. márc. 23. 6:40 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Szilágyi Domokos: Erdei iskola


Jókor reggel
Borzné felkel,
s szólongatja kisfiát:
- Fékomadta,
szedd nyakadba
lábad, vár az iskolád!

Nyúléknál a makogás
miatt majd bedől a ház,
öreg Nyúlné pörög, pattog:
- Hogy még mindig itthon vattok,
Nem indultok már soha?
Elszalad az iskola! -
S Nyúlffy Náci, Nyúlffy Nándi
illan, hogy nyomát se látni,
átbucskázik árkon-éren,
ciheresen és fenyéren.

Domb alatti Rókalakban
nyögdécselés van, irdatlan:
legifjabbik Róka Róbert
húzza a meleg pulóvert
( a pulóver, hajajaj,
bégetett még a tavaly!),
bekap három füstölt sáskát
s veszi az iskola táskát.

Fa odvában, Mókusvárban
ugyancsak kavarodás van:
Mókus Misi ifiúr
hétalvónak bizonyul.

S Farkaslakán ki visít?
Ébresztik Farkas Fricit.

Málnavészben Bocsfy Bercit
pillantom meg, csak egy percig:
telhetetlen papzsák,
nem kell hogy zargassák,
alig virrad, ő már
ott csatangol, kószál,
amerre a málna -
napestig zabálna.

De most búsan lehuppan:
ó, még csak március van!
Savanyúan, orrlógatva
tovacammog az ebadta.

Nyomába táncolva jő
karcsú Ünő Enikő,
nem marad el sohase
Vaddisznódy Emese:
tüskéit kisuvickolta,
frissen totyog Sün Sarolta:
éppen kisütött a nap,
és a derűs ég alatt
Fajdkakassy Flórián
lombokból font glórián
illeg s vele húga, Flóra -
mindjárt kezdődik az óra.

Vén cserfa alá, kerek
tisztásra tart a sok gyerek.
Cserfa törzsén, szép virágos
táblán, betűk cifra sorban:

KI NEM TANUL,ANNAK CSÖPPEN,
KI TANUL, ANNAK CSORRAN
ITT A TUDÁS

És tovább:
VALAHA A NEGYEDKORBAN
ALAPÍTÁ MAMMUTH JÁNOS
EZT AZ ELSŐ ÁLTALÁNOS
ERDŐKÖZI TANODÁT

Ide járnak a csöppségek
erdei okosság végett.
Nevelni a sok ebadtát
a jó szülők fülönfögták
Dr. Bagoly Balambért
heti három galambért.
A bölcs Bagoly doktor pedig
itt működik
márciustól novemberig.

Nyúlffyék itt sajátítják
el a káposzta-tan titkát:
Róka Róbert csirkeismét
tanul ma is, holnap ismét,
aztán tacskó-taktikát,
ezer vadász-praktikát:
A Borz-gyerek magol itt,
- hogy mit? - főleg tengerit!
Mókus Misi mindent ismer
- dióhéjban. (Több nem is kell.)

Vaddisznódy Emese
a bükkmakk szerelmese,
Frici szakadatlanul
farkasordítást tanul,
s tíztől tizenegyig tombol,
csupa magánszorgalomból.
Sün Sarolta nekilát,
szorgalmasan veszi át
a gömb-geometriát.

Fajdkakassy Flóra
zenei óvodát végzett,
s buzgón gyakorolja
most a süketséget.
Karcsú Ünő Enikő
oly szomorkás:
nincs tó, forrás
a közelben, pedig ő
magát nézné szüntelen,
s nemcsak a nagyszünetben.
Berci Mackó jól járt:
darázsmézet harácsolt,
utána pótórát
vett a téli alvásból.

S láss csodát! -: a vásott
erdei iskolások
márciustól novemberig
mindent megtanulnak!
Le hát a kalappal!

Mert csoda ez - azért pedig,
mivel Bagoly Balambér
( heti három galambért)
minden áldott nappal
nyitott szemmel szunnyad!

írta: jazsoli5, 2011. nov. 13. 7:20 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Thomas Nicolaou: Die Schanenfeder

Die Katze Maja rieb ihren dicken Kopf an Ritas Bauch und schmiegte sich an den bettwarmen Körper der Freundin. Sie schnarchte wie ein kleiner Mensch. Rita mußte lachen, aber sie wagte nicht, sich zu rühren. Sie wollte Maja nicht wecken. Rita hatte sich die Decke über den Kopf gezogen und das Bett zur finsteren Höhle gemacht. Hier war es still. Still und dunkel. Und warm. Der Frost, der gegen die Fenster Klopfte, hatte keine Aussicht, hineinzugelangen. In der Neubauwohnung knallte leise der Dampf in der Fernheizung.

Der Morgen mit dem Gedröhn der Ikarusmotoren auf dem Busbahnhof und dem Fauchen der Dampfventile im Werk war ausgesperrt. Der Atem dieser neuerbauten Stadt am Kanal erreichte die Ohren nur noch wie fernes Rauschen. Das Morgenlicht streckte seine Finger ins Zimmer und berührte die Kinderbücher im Regal. Der Ranzen lag unbeachtet auf dem Boden, und aus ihm quollen Hefte und Bücher. Nanu? Es ist schon neun und der Ranzen ungepackt! Und Rita noch im Bett!

" Ferrrr-ien...Ferrrr-ien...Ferrrr-ien", schnurrte Maja.

Tat sächlich, heute begannen die Winterferien. Die zwei hatten viel Zeit. Rita brauchte ja nicht in aller Frühe aus dem Bett, die warme Milch hinunterstürzen, Ranzen und Honigbrötchen schnappen und zur Schule eilen.

In Vaters Zimmer ratterte die Schreibmaschine, das nahm Rita jetzt wahr. Das Arbeitwerk der Großen hatte schon längst begonnen. Auch wenn sie ein Zauberer wäre, könnte sie den Tag nicht aus dem Haus schummeln.

Rita öffnete die Augen. Ihre Höhle war nicht mehr finster und geheimnisvoll. Sie schlug die Decke zurück. Da erwachte auch Maja, streckte behaglich die Vorderpfoten, riß das Maul auf und gähnte, daß die Kiefer knackten.

Plötzlich ließ Rita ein Geräusch aufmerken. Sie lauschte. Kam das nicht aus dem Nachbarzimmer? Dort schlief ihr Bruder. Auf Zehenspitzen schlich sie hinüber. Aber Peter war nicht da. Die Tür zur verglasten Veranda stand offen. Rita sah zwei nackte Beine und ein Stück kariertes Nachthemd.

In der Veranda war es kalt. Der Frost hatte an die großen Scheiben der Glasfront wundersame Gebilde gezeichnet: langhalsige Giraffen, Nadelbäume, fliehende Hirsche, Krebse in Fischernetzen und nie gesehene Urvögel. Der Frost war ein Witzbold. Er malte auch Menschenköpfe mit Elefantenohren und Zuckertütennasen.

" Peterchen, warum weinst du?"

" Die Schwäne", sagte Peter, " die schönen Schwäne sind alle tot."

" Die Schwäne?"

" Auf dem kanal, sie sind erfroren..."

Rita hauchte gegen das Glas und vergrößerte das Loch, das Peter ins Eis gekratzt hatte. Draußen schneite es. Es mußte auch windig sein, denn die Flocken kamen schräg und wirbelnd vom Himmel. Wo sie hinfielen, wurde die Welt weich und weiß. Eine Wattelandschaft breitete sich östlich aus bis zum Strom und hinüber zu den Hügeln. Im Westen der Stadt lag das Erdölwerk. Dort arbeitete Ritas Mutter. Durch das Schneetreiben sah man nur schwach die Fackel gegen den Himmel. Das riesige Werk schwamm wie ein Schiff in diesem Wintermeer. Der Kanal, die überfluteten Polderwiesen und der Fluß, alles war zu Eis erstarrt. Die Bäume standen in Gruppen da, als wollten sie sich gegenseitig wärmen.

" Ich sehe die Schwäne nicht, Peterchen."

" Wo die Brücke ist..."

Rita erschrak. Ein Dutzend Schwäne lag regungslos auf dem Eis, leblos wie ein Haufen vergessener Steine. Und kein Flügel rührte sich. Die Kälte mußte die Vögel in der Nacht überrascht haben. Vielleicht sind sie noch nicht tot, überlegte Rita. Vielleicht ist noch Leben in ihren Körpern, ein Funken Leben, den man nur anzupusten braucht.

"Ich muß hin", sagte sie.

"Ich will mit..."

" Das geht nicht, Peterchen, wenn wir den Schwänen helfen wollen, muß ich mich sputen. Du stellst dich ans Fenster, ja? Wenn ich dich brauche, gebe ich dir ein Zeichen."

"Aber wirklich."

"Ganz bestimmt."

Zu zweit und zu dritt hatte Rita die vielen Stufen vom fünften Stock bis ins Erdgeschoß genommen. Die Leute vom Tiefbau waren im Herbst mit den Arbeiten vor dem Wohnblock nicht fertig geworden. Das sah man an dem riesigen Erdhaufen und dem offenen Graben. Darüber freuten sich jetzt die Kinder, denn der Erdhügel war der einzige Berg weit und breit. Er eignete sich gut zum Schlittern. Claudia, Bettina und Doris waren schon eifrig dabei. Lutz stand oben auf der Spitze des Hügels, knetete Schneebälle und versuchte, sie in die offenen Fenster der unteren Stockwerke zu werfen. Er war ein dürrer, drahtiger Kerl mit einem Mausegesicht. In seiner Klasse hieß er wegen seiner scharfen Zunge "Wespe". Er war es auch, der Rita den namen "Pinze-Panze" angedrecht hat. Was das bedeuten soll, wußte wohl nur er.

Er bemerkte Rita sofort, rannte den Hügel hinunter und bremste vor ihr scharf wie ein Auto.

"Pinze-Panze", alte Wanze, hast du endlich ausgepennt?" fragte er und drückte ihr den Schneeball an die Wange.

"Pfoten weg!" schrie Rita und schubste ihn beiseite. Er verlor auf dem glatten Boden das Gleichgewicht und fiel auf den Hintern. Die drei Mädchen kicherten. Rita aber sah sich nicht um. Sie sprang über den Graben und rannte die Böschung hinauf.

"Wohin willst du?" riefen die Mädchen.

"Dem Feind nach!" schrie Lutz und stürzte Rita hinterher.

Als er die Brücke erreichte, lief Rita bereits über das Hafengelände. Am Kai lagen zwei Kohlenkähne, eingekeilt zwischen Eis und Mauer. Hier blieb sie stehen, atmete keuchend den Geruch des Schnees und sah hinüber zum Kanal. Er wand sich wie eine Riesenschlange. Würde er seinen Rachen aufreißen und sie verschlingen? Würde das Eis sie tragen? Wenn nicht? Angst würgte Rita. Sie war losgerannt, ohne an die Gefahr zu denken. Jetzt glichsie einem Nichtschwimmer, der am Beckenrand stand und ins Wasser springen mußte. Aber mußte sie das überhaupt? Sie drehte sich um. Im fünften Stock stand Peter am Fenster. Auf der Brücke ruderte Lutz mit den Armen und rief etwas. Da vorne aber lagen die Schwäne. Das Eis hielt sie fest.

Rita fiel der vergangene Sonnabend ein: Sie ging mit dem Vater bis zu den Polderwiesen spazieren. Es begann schon zu dunkeln. Sie liefen bis zur zweiten Brücke, unter der sich ein kleiner See ausbreitete. Er war noch nicht zugefroren. Irgendwo drüben am anderen Ufer standen die Schwäne. Im Dunkel konnte man sie schwer ausmachen. Man hörte ihr leises Krächzen und dazwischen einen anderen Ton. Es klang, als unterhielten sie sich. Der Vater ahmte den Ruf des Schwanes nach, sie antworteten schrill. Plötzlich begann das Wasser zu rauschen, der See schien sich in ihre Richtung zu bewegen. Auf der matten Oberfläche hoben sich die hellen Körper der großen Vögel immer deutlicher ab. Still und erwartungsvoll glitten sieheran, drägten sich vor der Brücke und reckten die Hälse. Rita hielt fest die Hand des Vaters. Beide lehnten sich über das Geländer und blickten hinab. Wunderbar war das! Als sie später Peter davon erzählte, glaubte er, seine Schwester hätte sich für ihn ein Märchen ausgedacht.

Nein, Rita wollte nicht zurück. Sie setzte sich auf die Kaimauer und Ließ sich langsam auf die Eisfläche hinuntergleiten. Als ihre Fußspitzen das Eis berührten, zuckte sie zurück, als wäre sie in Feuer getreten. Doch sie hatte nicht mehr die Kraft, sich hochzuziehen. Sie stand auf dem Eis. Ihre Knie zitterten. Aber nicht vor Kälte. Sie war der kleine Punkt da unten im Hafenbecken. Alles starrte auf sie, Rita konnte sich nicht zum nächsten Schritt entschließen. Die Entfernung zwischen ihr und  den Schwänen kam ihr jetzt unendlich vor.

Mit dreifachem Sprung setzte die Brücke über den Kanal. Oben über dem mittleren Bogen stand Lutz und schrie etwas. "Kraaa-o-ii", kam es wie Rabengekrächz. Lutz war in dieser Stadt geboren. Er kannte den Kanal, die Polderwiesen und den Fluß zu allen Jahreszeiten. Jeden Tag hatten sie ein anderes Gesicht, eine andere Farbe, eine andere Stimme. "Das Eis ist gefährlich"., hatte Rita Lutz einmal sagen hören. " Reißt es, zieht dich der unterirdische Srtom mit, und es gibt keine Rettung."

Knarrte das Eis? Ritas Herz schlug wild. Vorsichtig machte sie einen Schritt, einen zweiten und einen dritten. Der Wind blies ihr ins Gesicht, aber sie merkte ihn kaum. Ihre Augen waren auf die Eisfläche gerichtet. Wadenhoch lag der unberührte Schnee: sie war das erste Lebewesen an diesem Morgen, das hier seine Spur zog.

Noch zehn Meter, und sie würde die Brücke erreichen. Fünfzehn Meter weiter lagen die Schwäne. Lutz warf mit Schneebällen nach ihr. Aber sie zerfielen in der Luft. Der Wind hielt kurz den Atem an, und da vernahm sie mehrere Stimmen. Sie blickte hoch und sah die drei Mädchen Claudia, Bettina und Doris. An den aufgerissenen Mündern erkannte Rita, daß die Mädchen etwas riefen. Doch der Wind packte ihre Worte und trug sie fort wie trokkenes Herbstlaub.

Endlich erreichte Rita den Brückenbogen. Hier war es fast windstill. Sie hatte Lust, sich hinzusetzen, den Rükken an die Wand zu lehnen und lange so zu bleiben.

Unter der Brücke lag kein Schnee. Das Eis schimmerte bläulich und war beinahe durchsichtig. Rita glaubte, die Lebewesen im Wasser zu sehen mit aufgerissenen Mäulern, um sie zu verschlingen. Es gab unzählige kleine und große Fische und Frösche und Krebse und Würmer. Sie nagten und kratzten von unten am Eis, das immer dünner wurde. Nur fort von hier, dachte Rita.

Im selben Moment aber geschah etwas, das ihr Blut erstarren ließ. Neben ihr schlug etwas ein, oder es brach, sie konnte es nicht gleich erfassen. Dann sah sie die zertrümmerten Eiszapfen, die scharfen Glassplittern glichen. Sie waren vom Brückenrand gefallen.

Rita hastete weiter. Die großen Vögel lagen unbeweglich im Schnee. Und nun hatte sie nur noch einen Wunsch. Bei ihnen zu sein und ihre Nähe zu spüren. Zehn Meter noch...Da bemerkte sie eine Bewegung, die wie ein Schauer durch die Körper der Tiere ging. Die ihr am nächsten lagen, hoben die Köpfe und schüttelten die Flügel. Dann, als hätten sie ihren Gefährten etwas zugeflüstert, Rührten sich auch die anderen und erhoben sich ohne Eile.

"Sie leben! Sie leben!" schrie Rita glücklich und stürzte vor. Ein gellender Laut erscholl, dann ein zweiter und ein dritter. Die Schwäne lösten sich polternd vom Eis und gewannen an Höhe.

Rita schirmte mit den Händen die Augen und schaute ihnen nach. Sie zogen ihre Kreise über der Stadt und dem Werk und gingen hinter dem Damm in den Polderwiesen nieder. Auf dem Eis blieb eine Feder zurück. Rita hob sie auf. In ihr spürte sie noch die Wärme der Schwäne.

Auf dem Rückweg dachte sie nicht ein einziges Mal an die Gefahr, die unterm Eis lauerte. Die Freude trug sie. Sie rannte so schnell sie konnte, sie flog dahin, als wären ihr Flügel gewaschen. Sie erreichte den Hafen und die Brükke, sprang übern Graben und hastete die Treppen hoch. An der Wohnungstür wartete Peter.

Rita warf ihren Anorak ab und nahm das Brüderchen an die Hand.

"Diese Feder schricken dir die Schwäne", sagte sie, "weil du ihnen das Leben gerettet hast."

"Wirklich?"

"Hm...Komm, gehen wir noch ein bißchen ins Bett."

Im Bett lag Maja noch. Unwillig rückte sie etwas zur Seite. Sie hatte von allem nichts bemerkt.

Auch der Vater nicht, der nebenan seine Schreibmaschine bearbeitete. Er war Schriftsteller und schrieb gerade ein dickes Buch über die großen Dinge dieser Welt.

írta: jazsoli5, 2010. aug. 8. 14:09 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Elek Benedek: Der Tiger und der Hase


Es lebte einmal einem Wald ein Tiger, vor dem die anderen Tiere keine Ruhe fanden. Ob er Hunger hatte oder nicht, vernichtete er jedes auffindbare Tier. Die armen Tiere hielten eine Versammlung, um zu beraten, was sie mit dem grausamen Tiger anfangen könnten. Nach langem Streit schlug der Schakal das Folgende vor:

Beschließen wir jeden TEs lebte einmal einem Wald ein Tiger, vor dem die anderen Tiere keine Ruhe fanden. Ob er Hunger hatte oder nicht, vernichtete er jedes auffindbare Tier. Die armen Tiere hielten eine Versammlung, um zu beraten, was sie mit dem grausamen Tiger anfangen könnten. Nach langem Streit schlug der Schakal das Folgende vor:

Beschließen wir jeden Tag das Los zu ziehen. Den das Los trifft, der soll zum Tiger gehen, und sich von ihm fressen lassen. So wird er jeden Tag ein Tier bekommen, und sich mit diesem einen zufrieden geben. Alle anderen Tiere waren mit dem Rat des Schakals einverstanden. Fraglich war nur, ob der Tiger ihn auch annehmen wird?

Sie gingen Tiger und trugen ihm sehr untertänig vor, was sie sich ausgedacht haben. Sie nahmen es auf sich, daß jeden Mittag genau ein Tier, das das Los dazu bestimmte, beim Tiger zur Stelle sein wird.

- "So einfach ist das nicht!" - sage der Tiger. " Was fange ich mit meinen Zähnen an, wenn ich nicht nach Lust und Laune ein Tier zerreißen kann, wenn es mir beliebt?"

Die Tiere bettelten so lange, bis der Tiger endlich nachgab. Er gab sein Wort, daß sie in Frieden leben könnten, wenn sie nur jeden Mittag ein Tier in seine Höhle bringen. Von diesem Tag an war das ausgeloste Tier immer genau zur Stelle beim Tiger, der es auffraß.

Einmal war dann der Hase an der Reihe, der sich über den Fall Gedanken machte. " Zu leben ist doch schöner, als zu sterben. Ich gehe nicht in die Höhle des Tigers." Umsonst redeten ihm die anderen zu, der Hase machte sich nichts daraus, was diese beschlossen.

Es kam der Mittag, aber der Hase rührte sich nicht. Es vergingen eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden, dann setzte sich der Hase doch in Gang. - "Na, jetzt gehe ich doch!" - sagte er zu den anderen Tieren.

Er kam gerade zur rechten Zeit. Der Tiger war schon aus seiner Höhle gekommen, und brüllte sehr zornig. Er sprang hin und her, wühlte die Erde auf. Als er den Hasen erblickte, wurde sein Zorn noch ärger. - " Auf diesen kleinen, elenden Hasen ließ man mich den ganzen Tag warten?"

Der Hase duckte sich furchtsam und untertänig, und sagte folgendes: " Verzeih mir, lieber Tiger, ich bin nicht schuldig! Nicht an mir war die Reihe, sondern an meinem Bruder. Schau mich an, wie mager und dünn ich bin! Aber mein Bruder, der ist nicht so elend. Der ist dick und fett."

Er ging los zu Deiner Höhle, aber was passierte, als er unterwegs war? Ein anderer Tiger erwischte ihn, und dem sagte ich umsonst: Halt, er gehört einem anderen Tiger! - der angesprochene antwortete mir höhnisch: " Geh zu deinem Tiger, und sag ihm, wenn er den Mut hat, soll er in meine Höhle kommen, und wir wollen sehen, wer von uns beiden der Stärkere ist!"

"Oh, mächtiger Tiger, ich bin zu Dir gekommen, um Dír die Nachricht zu übergeben. Komm, töte den elenden!" Jetzt erst geriet der Tiger richtig in Zorn, als er diese Nachricht hörte. - "Vorwärts, führ mich, Hase!" - schrie er das Tier an.

Der Hase ging los, und der Tiger folgte ihm. So gingen sie, spazierten durch den riesigen Wald, doch je weiter sie kamen, desto mehr erschrak der Hase. Er schreckte zurück, blieb immer wieder stehen, sah sich um, schnüffelte, und tat, als hätte er große Angst im Wald.

"Wovor hast du so große Angst?" - brüllte ihn der Tiger an. - " Wie sollte ich keine Angst haben", - sagte der Hase - " wo die Höhle des anderen Tigers ganz in der Nähe ist!" - "Wo ist diese Höhle? Wo?" - schrie der Tiger mit blutrünstigen Augen. Er sah sich um, sah nach links, in alle Richtungen.

"Hier ist sie! Dort! Dort!" - sagte der Hase, und zitterte. - "Ich sehe hier überhaupt keine Höhle." - " Aber doch, sie ist da!" - meinte der Hase. Darauf sagte zu ihm der Tiger: "Komm näher, und zeig mir die Höhle!" - " Gut, ich zeig sie dir!" - sagte der Hase - "Aber nur, wenn Du mich auf Deinen Rücken nimmst!"

Der Tiger nahm den schlauen Hasen artig auf den Rücken, und trug ihn weiter. So kamen sie plötzlich an den Rand eines fürchterlich tiefen Abgrunds. - " Hier ist die Höhle." - sagte der Hase - " Schau nur hinein, dort ist der Räuber, siehst du ihn?"

In der Tiefe war ein See. Als der Tiger hinein blickte, sah er sich selbst im Wasser und sah auch den Hasen neben sich. Da glaubte er, er sehe den anderen Hasen. Mit einem Satz warf er den Hasen von seinem Rücken herunter und sprang im selben Augenblick in die Tiefe. Dort brach er sich in Stücke, und starb eines elenden Todes.

Deutsch von Géza Englag das Los zu ziehen. Den das Los trifft, der soll zum Tiger gehen, und sich von ihm fressen lassen. So wird er jeden Tag ein Tier bekommen, und sich mit diesem einen zufrieden geben. Alle anderen Tiere waren mit dem Rat des Schakals einverstanden. Fraglich war nur, ob der Tiger ihn auch annehmen wird?

Sie gingen Tiger und trugen ihm sehr untertänig vor, was sie sich ausgedacht haben. Sie nahmen es auf sich, daß jeden Mittag genau ein Tier, das das Los dazu bestimmte, beim Tiger zur Stelle sein wird.

- "So einfach ist das nicht!" - sage der Tiger. " Was fange ich mit meinen Zähnen an, wenn ich nicht nach Lust und Laune ein Tier zerreißen kann, wenn es mir beliebt?"

Die Tiere bettelten so lange, bis der Tiger endlich nachgab. Er gab sein Wort, daß sie in Frieden leben könnten, wenn sie nur jeden Mittag ein Tier in seine Höhle bringen. Von diesem Tag an war das ausgeloste Tier immer genau zur Stelle beim Tiger, der es auffraß.

Einmal war dann der Hase an der Reihe, der sich über den Fall Gedanken machte. " Zu leben ist doch schöner, als zu sterben. Ich gehe nicht in die Höhle des Tigers." Umsonst redeten ihm die anderen zu, der Hase machte sich nichts daraus, was diese beschlossen.

Es kam der Mittag, aber der Hase rührte sich nicht. Es vergingen eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden, dann setzte sich der Hase doch in Gang. - "Na, jetzt gehe ich doch!" - sagte er zu den anderen Tieren.

Er kam gerade zur rechten Zeit. Der Tiger war schon aus seiner Höhle gekommen, und brüllte sehr zornig. Er sprang hin und her, wühlte die Erde auf. Als er den Hasen erblickte, wurde sein Zorn noch ärger. - " Auf diesen kleinen, elenden Hasen ließ man mich den ganzen Tag warten?"

Der Hase duckte sich furchtsam und untertänig, und sagte folgendes: " Verzeih mir, lieber Tiger, ich bin nicht schuldig! Nicht an mir war die Reihe, sondern an meinem Bruder. Schau mich an, wie mager und dünn ich bin! Aber mein Bruder, der ist nicht so elend. Der ist dick und fett."

Er ging los zu Deiner Höhle, aber was passierte, als er unterwegs war? Ein anderer Tiger erwischte ihn, und dem sagte ich umsonst: Halt, er gehört einem anderen Tiger! - der angesprochene antwortete mir höhnisch: " Geh zu deinem Tiger, und sag ihm, wenn er den Mut hat, soll er in meine Höhle kommen, und wir wollen sehen, wer von uns beiden der Stärkere ist!"

"Oh, mächtiger Tiger, ich bin zu Dir gekommen, um Dír die Nachricht zu übergeben. Komm, töte den elenden!" Jetzt erst geriet der Tiger richtig in Zorn, als er diese Nachricht hörte. - "Vorwärts, führ mich, Hase!" - schrie er das Tier an.

Der Hase ging los, und der Tiger folgte ihm. So gingen sie, spazierten durch den riesigen Wald, doch je weiter sie kamen, desto mehr erschrak der Hase. Er schreckte zurück, blieb immer wieder stehen, sah sich um, schnüffelte, und tat, als hätte er große Angst im Wald.

"Wovor hast du so große Angst?" - brüllte ihn der Tiger an. - " Wie sollte ich keine Angst haben", - sagte der Hase - " wo die Höhle des anderen Tigers ganz in der Nähe ist!" - "Wo ist diese Höhle? Wo?" - schrie der Tiger mit blutrünstigen Augen. Er sah sich um, sah nach links, in alle Richtungen.

"Hier ist sie! Dort! Dort!" - sagte der Hase, und zitterte. - "Ich sehe hier überhaupt keine Höhle." - " Aber doch, sie ist da!" - meinte der Hase. Darauf sagte zu ihm der Tiger: "Komm näher, und zeig mir die Höhle!" - " Gut, ich zeig sie dir!" - sagte der Hase - "Aber nur, wenn Du mich auf Deinen Rücken nimmst!"

Der Tiger nahm den schlauen Hasen artig auf den Rücken, und trug ihn weiter. So kamen sie plötzlich an den Rand eines fürchterlich tiefen Abgrunds. - " Hier ist die Höhle." - sagte der Hase - " Schau nur hinein, dort ist der Räuber, siehst du ihn?"

In der Tiefe war ein See. Als der Tiger hinein blickte, sah er sich selbst im Wasser und sah auch den Hasen neben sich. Da glaubte er, er sehe den anderen Hasen. Mit einem Satz warf er den Hasen von seinem Rücken herunter und sprang im selben Augenblick in die Tiefe. Dort brach er sich in Stücke, und starb eines elenden Todes.

Deutsch von Géza Engl


írta: jazsoli5, 2010. jún. 26. 16:48 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Volksreime: Trostreime

Heile, heile, Segen!
Drei Tage Regen,
drei Tage Sonnenschein,
dann wird's wieder besser sein.


Wo tut's weh?
Hol ein bißchen Schnee,
hol ein bißchen kühlen Wind,
dann vergeht es ganz geschwind!


Wo tut's weh?
Trink ein Schlückchen Tee,
iß ein Löffel Haferbrei,
morgen ist es längst vorbei!

írta: jazsoli5, 2010. jún. 21. 8:10 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Der Weg zur Schule

Im Winter, wenn es frieret,
im Winter, wenn es schneit,
dann ist der Weg zur Schule
fürwahr noch mal so weit.

Und wenn der Kuckuck rufet,
dann ist der Frühling da:
dann ist der Weg zur Schule
fürwahr noch mal so nah.

Wer aber gerne lernet,
dem ist kein Weg zu fern:
im Frühling wie im Winter
geh' ich zur Schule gern.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 21. 7:58 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Peter Hacks: Der Winter

Im Winter geht die Sonne
erst mittags auf die Straße
und friert in höchstem Maße
und macht sich schnell davon.

Ein Rabe steltz im Schnee
mit graugeschneitem Rücken.
In seinen Fußabdrücken
sieht man jeden Zeh.

Der Winter ist voll Grimm.
Doch wenn die Mutter Geld hat
und viel Briketts bestellt hat,
dann ist er nicht so schlimm.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 18. 19:06 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Heinrich Seidel: Der erste Schnee

Ans Fenster kommt und seht,
was heute vor sich geht:
Es kommt vom graunen Himmel
in dämmerndem Gewimmel
der erste Schnee herab.
Die Flocken, auf und ab
wie Schmetterlinge fliegen sie,
wie weiße Blätter wiegen sie
in leichten Lüften sich...
Hurra! Wie freu ich mich!
Nun laßt uns gleich mal sehen,
wo unsere Schlitten stehen,
der große und der deine!
Mariechen, zieh den Mantel an!
Da draußen gibt es Schlittenbahn.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 18. 18:58 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Werner Lindemann: Der Storch

Hurra, der Storch ist da,
zurück aus Afrika.

Jetzt heißt es für den Hasen,
für Frosch und Maus im Rasen,

für Schlange, Vogel: Horch,
da naht der Jäger Storch!

Mit freut, kommt er gezogen
mit weiten Segelbogen,

um - schwapp - mit Wasserhuschen
die Brut im Nest zu duschen.

Brauch keinen Wecker mehr.
Das Wecken regelt er.

Sein Klappern auf dem Dach
macht mich frühmorgens wach.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 14. 11:13 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Anne Geelhaar: Das Blümchen

Ein Blümchen schläft im Garten
tief in der Erde Schoß.
Der Regen klopft und weckt es:
Wach auf und werde groß!

Das Blümchen reckt und streckt sich,
wächst hoch und schlank hinauf!
Die Sonne kommt und wärmt es,
bald blüht sein Hütchen auf.

Da freut sich unser Blümchen.
Es wiegt sich froh im Wind.
Und schwenkt sein gelbes Hütchen
und grüßt ein jedes Kind.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 14. 11:04 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Heinrich Hoffmann: Maler Frühling

Der Frühling ist ein Maler,
er maler alles an,
die Berge mit den Wäldern,
die Täler mit den Feldern:
Was der doch malen kann!

Auch meine lieben Blumen
schmückt er mit Farbenpracht:
Wie sie so herrlich strahlen!
So schön kann keiner malen,
so schön, wie er es macht.

O könnt ich doch so malen,
ich malt' einen Strauß
und spräch in frohem Mute
für alles Lieb und Gute
so meinen Dank ihm aus!

írta: jazsoli5, 2010. jún. 14. 10:45 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Waldemar Spender: Eine kleine Blume

Eine kleine Blume
hat sterben wollen,
weil zuviel Sonne
und kein Regen gewesen ist.
Da kam ein Kind
und hat gesehen,
wie schwer der Blume das Köpfchen war.
Und da ist es um Wasser gegangen,
das Blümchen zu gießen.
Das Blümchen
hat zu trinken angefangen,
zu wachsen begonnen
und zu sprießen.
Dann hat es das Köpfchen gehoben
und wunderschön geblüht.
Das Kind hat zugeschaut,
und die Arbeit hat es nicht gereut.
Sogar große Leute blieben stehen,
um die Blume anzusehen.
Und das Kind hat sich gefreut.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 12. 18:52 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Heinrich Heine: Frühling

Die Wälder und Felder grünen,
es trillert die Lerch in der Luft,
Der Frühling ist erschienen
mit Lichtern und Farben und Duft.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 12. 18:41 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Heinrich Heine: Leise zieht durch mein Gemüt

Leise zieht durch mein Gemüt
liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus, bis an das Haus,
wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose schaust,
sag, ich lass' grüßen.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 12. 18:37 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Nils Werner-Dagmar Kunze: Waldi

Hier wohnt der Förster Frohgemut.
Grün ist sein Anzug und sein Hut.
Und Waldi heißt sein kleiner Hund,
mit Augen groß und kugelrund.

Voll Neugier schaut sich Waldi um
und hört im Bienenkorb Gesumm.
Die Wächterbienen greifen an,
da rennt er weg, so schnell er kann.

Ein Ziegenlämmchen,weiß wie Schnee,
stupst Waldi an und ruft: Mäh - mäh.
Er bellt: Hör auf, ich weiß genau,
man sagt nicht mäh, man sagt wau-wau.

Er läuft zu einer Pfütze hin
und sieht sein Spiegelbild darin.
Er bellt und knurrt: Du fremdes Tier,
verschwinde, hier ist mein Revier!

Der Förster sagt: Jetzt hol mir schnell
das Stöckchen mit dem Hasenfell.
Und Waldi hört den klugen Spruch:
Ein Tier erkennt man am Geruch.

Das Rehkitz mit dem scheuen Blick,
es fürchtet sich und springt zurück.
Und der verblüffte Waldi spricht:
Ich schnuppre nur. Ich beiße nicht.

Der Förster kommt mit Futterbrei
und bringt ihm Spurenlesen bei.
Er reibt damit die Sohlen ein,
geht weg und Waldi hinterdrein.
Die Spur führt durch Gebüsch und Gras,
und Waldi bellt: Das macht mir Spaß.

Am abend läuft er kreuz und quer
der Spur des Hasen hinterher.
Doch der entwischt mit einem Sprung,
und plötzlich kommt die Dämmerung.

Er will zurück, da staunt er sehr:
Wo kommt denn diese Eule her?
Sie fliegt ganz leise wie ein Blatt,
weil sie so weiche Federn hat.

Da hört er, wie die Eule sagt:
Ich gehe spät auf Mäusejagd.
Mir reicht das letzte Dammerlicht.
Und Waldi staunt: Das wußt ich nicht.

Am Waldrand riecht er einen Bau,
und Waldi bellt erregt: Wau-wau!
Der Förster kommt und streichelt ihn.
Der Fuchs kann grade noch entfliehn.

Der Förster hat ein Jagdgewehr,
und wenn er schießt, dann knallt es sehr.
Beim ersten Schuß läuft Waldi weg,
ihm sträubt sich jedes Haar vor Schreck.
Doch er begreift nach kurzer Zeit:
Ein Försterhund braucht Tapferkeit.

Er lernt den Hundepfiff verstehn
und folgsam an der Leine gehn.
Er hört aufs Wort und wird gelobt,
wenn er nicht sinnlos springt und tobt.

Am nächsten Morgen, wenn es tagt,
geht Waldi mit zur Entenjagd.
Er schaut nur zu, er ist noch klein.
Doch bald wird er ein Jagdhund sein.

Der Förster sagt mit gutem Grund:
Mein Waldi ist ein guter Hund!

írta: jazsoli5, 2010. jún. 12. 6:51 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Gottfried Herold: Vom Nutzen der Hilfe

Wir pflanzen einen Baum
und scheuen keine Mühe,
zu hüten ihn vor Eis und Sturm,
daß er bald fleißig blühe.

Und wird der Herbst ihm schwer,
dann werden wir ihn stützen:
denn wer dem anderen tragen hilft,
wird auch sich selber nützen.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 11. 6:47 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Gottfried Herold: Die himmelblaue Sommerbank

Wir bauen eine Sommerbank
aus frischen, hellen Brettern.
Soll halten sieben Jahr und mehr,
auch bei den ärgsten Wettern.

Dann streichen wir sie himmelblau,
das macht uns zwar sehr schwitzen,
doch wenn die Bank getrocknet ist,
dann können wir drauf sitzen.

Und ausruhn kann sich jedermann,
der unserem Werk vertraut.
Wen's interessiert, der kann auch sehen,
wie fest man Bänke baut.

Den alles, was wir täglich tun,
soll haben einen Sinn.
Und wenn sich andre drüber freun,
ist es ein Hauptgewinn.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 11. 6:41 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Viktoria Ruika-Franz: Bitte

Menschen, liebe Menschen,
läst die Erde stehn.
Schaut, sie ist so wunder-,
wunder-, wunderschön.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 10. 20:08 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Jens Gerlach: Kinderlied

Stein auf Stein!
Was wird morgen sein?
Morgen werden Häuser stehn,
morgen werden Fahnen wehn!
Stein auf Stein!
Das wird morgen sein.

Lied an Lied!
Was wohl noch geschieht?
Alle Räder solln sich drehn,
jeder wird zur Arbeit gehn!
Lied an Lied,
vieles noch geschieht.

Hand in Hand!
Was wird noch bekannt?
Nirgendwo mehr Hungersnot,
alle Menschen haben Brot!
Hand in Hand,
das wird noch bekannt.

Tag um Tag!
Was noch werden mag?
Trank und Brot und Sonnenschein,
so wird es im Frieden sein!
Tag um Tag,
Frieden werden mag.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 10. 20:04 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Alfred Könner: Lied von der Sonne

Scheine, Sonne, scheine,
mal uns braune Beine,
mach die kalten Schatten klein,
wir stehn gern im Sonnenschein.

Scheine, Sonne, scheine,
schein auf Gras und Steine.
Für das Säen sorgen wir,
doch das Blühen liegt bei dir.

Scheine, Sonne, scheine,
daß kein Kind mehr weine
und nicht hunger nicht frier,
daß es lachen kann wie wir.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 10. 19:47 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

Volker Braun: Der Baum

Die roten Blätter liegen im Gras,
sie hingen gestern alle am Baum.
Nun ist der Baum kahl,
und er hat noch einen Traum.

Er träumt, daß er im dicken Stamm
schon all die neuen Blätter hält.
Da tut ihm der kalte Schnee nicht weh,
wenn er auf ihn fällt.

írta: jazsoli5, 2010. jún. 10. 19:39 - címkék: és kategóriák: Gyermekversek és mesék németül - még nincsenek kommentek

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